Zpìt na èeský text

English summary

DIE REGION VON SUŠICE / SCHÜTTENHOFEN
    - GAB ES SIE ODER NICHT?

Jiøí Martínek

(Zusammenfassung)

Die Region von Sušice / Schüttenhofen ist in der tschechischen Historiographie Gegenstand der Auseinandersetzungen bereits seit dem 19. Jhdt. Mangel an historischen Berichten, aber auch die Hochachtung der Thesen namhafter tschechischer Persönlichkeiten führten zahlreiche tschechische Forscher zur Meinung, dass die Region von Schüttenhofen als Mitgift oder Pfand 1124 von Böhmen getrennt und 1265 wieder zurückgegeben wurde. Wenn man sich jedoch die einzelnen Quellen erneut ansieht, sieht die Geschichte der Region von Schüttenhofen ein wenig anders aus.

foto Bohumil KrutišDie Besiedlung von böhmischer Seite verbreitete sich bereits seit der älteren und mittleren Burgstättenzeit. Beweis dessen ist eine lange Reihe archäologischer Funde, einschliesslich der Goldwäscheraufschüttungen entlang Otava. Eine intensive Kolonisation der Region verlief offensichtlich schon im 11.-12. Jhdt. Irgendwann in den Jahren 1158-1173 gewann das Kloster im bayrischen Windberg die Kirche in Albrechtsried sowie einige Dörfer in der Umgebung, vor 1233 gingen das Dorf, der Hof und die Kirche in Schüttenhofen sowie einige Siedlungen in der Umgebung (ihre Zahl ist unbekannt) an die Grafen von Bogen über. Das zersplitterte Eigentum - bis auf Schüttenhofen und Albrechtsried - im Besitz böhmischer Familien und Institutionen, schliesst es fast aus, dass die Region von Schüttenhofen länger und ununterbrochen im Besitz der Herren von Bogen ausserhalb des Gebietes des böhmischen Staates gewesen wäre.

Erst offensichtlich unter den Witteisbachs (sie erbten nach den Bogenern1242) wurde Schüttenhofen samt Umgebung vom böhmischen Staat abgerissen, wenn nicht juristisch, dann bestimmt de facto. Zu Böhmen gehörte Schüttenhofen - Gebiet (nach zahlreichen Streitigkeiten) endgültig erst aufgrund des Abkommens über die Teilung des Bogener Erbes im Januar 1273 wieder.

 

Jiøí Martínek, Sušicko – bylo èi nebylo? In: Historická geografie 30; Pocta Jaroslavu Kašparovi. Sborník k 70. narozeninám Doc. PhDr. Jaroslava Kašpara, Csc., Praha: Historický ústav, 1999, str. 85-100.


 
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